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last update:
17. August 2010
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und Tipps bei:
| | Reisebericht Ägypten Reise Pharao 5
in geänderter Reihenfolge:
Hurghada, Nil, Zug, Kairo und El Gouna
Eine Reise in die Welt der Pharaonen – nach dem Tauchen eine Nilkreuzfahrt
und Kairo erleben
Die Urlaubsbräune wird vergehen. Die Eindrücke werden jedoch unvergesslich bleiben.
Bei dem Namen Ägypten denkt man neben korallenreichen Tauchspots auch sofort an Pyramiden, Tempel, Sphinx und Pharaonen. Die Lebensader Ägyptens – der Nil – ist schon vor über 2000 Jahren ein beliebtes Reiseziel der Gelehrten der Antike gewesen. Es blieb jahrtausendelang ein Geheimnis, wo dieser gewaltige Fluss seinen Ursprung hat. Für den griechischen Geschichtsschreiber Herodot entsprang der Nil im Himmel und war göttlich. Wie man heute weiß, ist der Nil mit über 6671 Kilometer Länge der längste Strom der Erde. Von Abu Simbel bis Kairo speist ein fast tausend Kilometer langer Streifen aus fruchtbarem Ackerland mit kleinen, künstlich bewässerten Feldern seine Ufer. Rund 95 Prozent von Ägypten sind Wüste. Abgesehen von dem spärlichen Winterregen entlang der Mittelmeerküste und den Quellen der Oasen bildet der Nil den einzigen Wasserspender Ägyptens. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts beflügelte Ägypten auch den europäischen Reisemarkt. Ein Foto von sich und den Pyramiden wurde eins der beliebtesten Erinnerungsmotive allen Ägyptenreisenden. Immer mehr Bücher, Romane und Photographien vermittelten die Kultur der Pharaonen. Wer gern in fremde Kulturen eintaucht und wen ein gut organisiertes Abenteuer reizen würde, der wird während einer Nilkreuzfahrt mit der geheimnisvollen Geschichte Ägyptens vertraut gemacht.
Auf nach Ägypten
Nach ca. 4 Flugstunden erreichen wir Hurghada, den zentralen Badeort am roten Meer, mit herrlichen Tauchrevieren und kristallklarem Wasser, sowie Sonne pur das ganze Jahr. Wer Luxus und eine feine Küche liebt, wird sich im
Mariott Hotel mit seinen besonders edel eingerichteten Zimmern und Suiten – alle mit einem gigantischen Meerblick - wie zu Hause fühlen. Wer ein kleineres Budget eingeplant hat, jedoch auf gutes Essen und Komfort nicht verzichten möchte, ist im
LTI Dana Beach Resort mit seiner großzügigen Poollandschaft, den freundlichen Zimmern und dem netten Restaurant sehr gut aufgehoben. Ob man hier in der warmen Sonne liegt, Beach Volley Ball spielt, shoppen geht oder den Kindern beim Sandburgen bauen zuschaut – es gibt zahlreiche Möglichkeiten zum Entspannen. Nach einem Bummel entlang zahlreicher Souvenir Shops am Strand können wir uns auf das erste Highlight unserer Reise freuen. Wir schließen uns einem von Polizeifahrzeugen eskortierten Konvoi an, damit für unsere Sicherheit gesorgt ist.
Im Konvoi werden wir mit einem klimatisierten und bequemen Kleinbus von Hurghada nach Luxor gefahren, wo wir zu unserer unvergesslichen Nilkreuzfahrt aufbrechen werden.
Die elegante M/S Royal Princess
Schon beim Eintreten in die luxuriöse Eingangshalle unseres Schiffes sind wir vom prächtigen Kronleuchter beeindruckt. Auch der Blick auf die Statuen, die zum Gang auf die geschwungene Marmortreppe einladen, erinnern uns unwillkürlich an die Pracht der Titanic. Die Royal Princess ist mit ihrem zarten Alter von nur 6 Monaten als eines der schönsten Nilschiffe bekannt. Alle 60 Kabinen sowie die 2 Suiten sind im englischen Kolonialstil gehalten und bieten allen erdenklichen Komfort. Die geschmackvoll verzierten Möbel bestechen mit warmen Holztönen und wirken sehr stilvoll in Verbindung mit den hellen Wänden und dem weißen Bettbezug. Die Handtücher werden täglich auf besonders aufwendige Weise zu lustigen Figuren geformt. Außerdem sind die gemütlichen Kabinen überraschend großzügig und gewähren einen atemberaubenden Ausblick auf die Lebensader Ägyptens – den Nil!
Auf dem Sonnendeck haben wir die Wahl: Wir können eine Runde schwimmen oder einen frisch gepressten Orangensaft im schattigen Bereich der gut ausgestatteten Bar genießen.
Schon nach ein paar Stunden fühlen wir uns wie zu Hause oder
besser noch wie Hercule Poirot im Agatha-Christie Klassiker
„Tod auf dem Nil“ – welche Erlebnisse uns wohl erwarten?
Zunächst sind es vor allem Eindrücke - wir können unsere Blicke kaum von der sich ständig abwechselnden Nillandschaft abwenden. Ob Tempel, Ruinen, große Palmen, fruchtbares Ackerland, Bauern, die mit Wasserbüffeln ihre Felder bestellen oder Ägypter die auf Kamelen zu ihren Wohnhäusern reiten – es gibt dauernd etwas zu sehen. Einige Gäste ziehen es vor, im Salon auf dem 3. Deck des Schiffes eine Partie Billard zu spielen. In den Wintermonaten wird die Royal Princess überwiegend von Deutschen Gästen besucht. Im Sommer genießen hier mehr Italiener und Spanier die spannende Nilkreuzfahrt. Drei Mal täglich wird uns ein liebevoll hergerichtetes und auch sehr hochwertiges Buffet geboten, wobei wir von freundlichen Kellnern bedient werden.
Aber bevor uns das luxuriöse Ambiente allzu träge macht, lädt
uns unser Reiseführer ein, an Land die Geschichte Ägyptens
mit ihm gemeinsam zu erkunden.
Spannende Ausflüge rund um den Nil
Es ist interessant mitzuerleben, wie zwischen Luxor und Assuan die arabische und die afrikanische Welt aufeinander treffen. Wir machen zuerst in Esna Halt, in dessen Umgebung sich einige koptische Klöster befinden. Schon morgens, bevor der Andrang zu stark wird, besichtigen wir hier den Tempel des Chnum, der sich im Stadtzentrum befindet und über 2000 Jahre alt ist.
Besonders beeindruckend sind seine 24 gewaltigen Säulen, welche mit Bildern der Pharaonen sowie mit astronomischen Motiven geschmückt sind. Auf der Weiterfahrt nach Edfu gibt es wiederum am nächsten Morgen den besonders gut erhaltenen Horus-Tempel zu bewundern, der durch sein elegantes und harmonisches Bauwerk im klassischen Stil beeindruckt und der
unglaubliche 2300 Jahre alt ist. Unglaublich auch der Einfallsreichtum der Künstler, die die Kapitellen aller Säulen mit Motiven der ägyptischen Natur verziert haben – Papyrus, Palmen und Blütenarten. Was für ein herrlicher Anblick muss das vor 2300 Jahren gewesen sein, als die prächtigen Farben noch frisch waren, mit denen die Säulen damals gestrichen wurden.
Tags darauf können wir den nächsten Tempel – Kom Ombo – schon direkt vom Schiff aus bewundern, denn dieser prächtige Doppeltempel erhebt sich sehr malerisch über dem Nilufer und ist ebenfalls ca. 2.300 Jahre alt.
Der Wechsel von morgendlichem Ausflug und nachmittäglicher
Erholung an Deck ist optimal und so vergehen die Tage wie
im Flug.
Ehe wir uns versehen, haben wir am nächsten Tag bereits Assuan, das Ziel unserer Kreuzfahrt erreicht. Hier kann man den großen Tempel von Abu Simbel anschauen, den viele Gäste als Highlight Ihrer Besichtigung ansehen. Man fühlt sich ganz klein neben den riesengroßen Statuen, die Ramses II in Nubien errichten ließ und die selbstbewusst, vielleicht sogar ein wenig selbstzufrieden zu lächeln scheinen. Und war es nicht genau hier, wo sich in „Tod auf dem Nil“ auf rätselhafte Weise ein Stein von einem Säulengang löste und beinahe Lois Chiles erschlagen hätte?
Es geht einfach nicht anders – Agatha Christie ist stets präsent in dieser mythisch-romantischen Kulisse des alten Pharaonen-Landes.
Wesentlich realere Eindrücke von der Arbeitstechnik, die all die faszinierenden Bauwerke ermöglicht, gibt uns ein Besuch beim unvollendeten Obelisk, welcher seit über 2000 Jahre in seinem Steinbruch dahindämmert und wegen einem Riss in seiner Felsstruktur nie vollendet wurde. Unser Reiseführer kann uns genau erklären, wie diese gewaltige Säule aus dem Felsen gelöst worden ist und wie er dann abtransportiert worden wäre, hätte es diesen Riss nicht gegeben, der ihn unbrauchbar gemacht hat.
Schon am Nachmittag warten neue Eindrücke - in Assuan geht es weiter zur beeindruckenden Tempelanlage von Philae, welche in eine malerische Insel gebettet ist, die jedoch nicht die ursprüngliche Heimat des Bauwerkes ist. Kaum vorstellbar, dass dieser gewaltiger Tempel 1980 komplett zerlegt und auf der höher gelegenen Insel Agilkia originalgetreu wieder aufgebaut wurde. Dies wurde notwendig, nachdem die Heimatinsel nach Fertigstellung des Hochdamms von Assuan überschwemmt wurde.
Dieser Staudamm bildet dann auch das letzte Ziel dieses Tages – mit einer Höhe von 111 m und einer Breite von 3600m
bildet er einen riesigen Stausee von über 500km Länge, der die Wasserversorgung Ägyptens sichert. Geplant wurde er 1960 übrigens von einer deutschen Baufirma.
Von diesen Eindrücken erholen wir uns ein letztes Mal im
Agatha-Christie-Flair unseres Schiffes und genießen alle Annehmlichkeiten in vollen Zügen, bevor es dann am nächsten Mittag nach einem letzten morgendlichen Ausflug heißt, die
Royal Princess zu verlassen, was uns nicht gerade leicht fällt.
Nun – dieser letzte Ausflug führt auf einem klassischen ägyptischen Segelboot auf die Insel Kitchener, ein botanischer Garten mit einer Vielzahl von prächtigen Palmenarten und wunderschönen Pflanzen und Blumen.
Anschließend geht es vom Schiff im Konvoi wieder zurück nach Luxor, unserem Ausgangspunkt. Wir sind uns einig, dass dies
auf keinen Fall unsere letzte Nilkreuzfahrt gewesen sein darf.
Luxor – Tal der Könige und Karnak Tempel
In Luxor werden wir nun in einem besonderen Luxushotel, dem Sonesta St. George Hotel untergebracht. Es bietet seinen Gästen ein elegantes Ambiente mit gigantischem Nilblick. Und Gourmets kommen bei dem vielseitigen, köstlichen Buffet voll auf Ihre Kosten. Neben einer großen Auswahl an europäischen Gerichten gibt es eine kleine Ecke mit köstlichen ägyptischen Spezialitäten, wie zum Beispiel Mouloukhia, eine Suppe aus grünem Blattgemüse mit Knoblauch, Pfefferschoten und Koriander. Am nächsten Morgen freuen wir uns nach einem tollen Frühstück mit frisch gepressten exotischen Säften auf das Tal der Könige, welches uns Einblick in die farbenprächtigen Gräber der Pharaonen liefert. Besonders beeindruckend ist die Terassenanlage des Totentempels der Königin Hatschepsut, die 22 Jahre lang Ägypten regierte. Weiter geht es zu den prächtigen Obelisken im Karnak-Tempel, der sich malerisch im heiligen See spiegelt. Wir spazieren weiter durch die berühmte Allee der Widdersphingen und sind in der etwas unübersichtlichen und eindeutig größten Tempelanlage Ägyptens froh, unseren Reiseleiter dabeizuhaben. Hier gibt es viel zu sehen und zu erfahren, denn der Ruinenkomplex erstreckt sich über ein Gebiet von ca. 25 Hektar und umfasst zwanzig Tempel – dazu auch zahlreiche Höfen und Hallen.
Kairo – nach Gizeh zu den Pyramiden
Jetzt ist Kairo an der Reihe! Es gibt die Möglichkeit, zur größten Metropole Afrikas von Luxor aus fliegen, oder in den eher einfachen, aber gepflegten Schlafwagenzug einzusteigen. Hier wäre es von Vorteil wenn man einen guten Schlaf hat da der Zug die ganze Nacht hindurch relativ heftig ruckelt. Der freundliche Steward baut die Sitze der Gäste zu einer bequemen Liege um und wenn man morgens aufwacht, dann ist man schon in Kairo! Wer an Ägypten denkt, dem kommen meistens als erstes die Pyramiden in den Sinn – also starten wir in Kairo mit diesen weltberühmten Sehenswürdigkeiten. Wir marschieren durch feinen Sand an einigen Säulen vorbei zur Stufenpyramide des Königs Djoser. Sie stammt aus dem Jahre 2.600 v. Chr. und ist somit die älteste Pyramide, erbaut von dem berühmten Baumeister Imhotep. Und nun geht es endlich nach Gizeh, wo die berühmtesten Pyramiden der Welt auf uns warten - die 140 m hohe Chephren-Pyramide, deren Spitze im Sonnenlicht glänzt. Nicht weit entfernt finden wir auch die kleinste der drei Pyramiden von Gizeh - die Mykerinospyramide. Und dann natürlich die Cheopspyramide selbst.
Doch vielleicht das beeindruckendste von allem ist die gewaltige Sphinx - eine kolossale Wächterfigur mit einem Löwenkörper und dem Kopf eines Königs, welche 20 Meter hoch und 73 Meter lang ist. Nach Fertigstellung der Pyramiden nutzten die Baumeister einen Felsenrest des Steinbruches, um aus ihm diese gewaltige Statue herauszuhauen.
Als besonderes Highlight der Reise kann man hier nach Einbruch der Dunkelheit eine fantastische Lichter Show mit mystischer Musik erleben, die jeden Abend in einer anderen Sprache ausgestrahlt wird und die Geschichte des alten Ägyptens sowie die religiösen Hintergrunde Revue passieren lässt. Reiseführer ist in diesem Fall die Sphinx selbst, die durch alle Jahrtausende hindurch zahllose Könige hat kommen und gehen sehen und uns an ihren Erinnerungen Teil haben lässt.
Nach der Show genießen wir noch das bunte Treiben im Viertel
vor dem Pyramidenfeld von Gizeh und freuen uns anschließend
auf unser komfortables Zimmer im 5-Sterne Hotel Le Meridien Pyramids mit Blick auf die Pyramiden. Im Le Meridien wird einem der Aufenthalt durch die schönen Zimmer, das freundliche Personal und die verschiedenen ausgezeichneten Restaurants geboten. Besonders empfehlen können wir das kleine italienische Restaurant, wo wir uns fantastische Meeresfrüchte-Spaghetti gegönnt haben.
Ein absolutes Muss in Kairo ist aber allem voran natürlich das umfangreiche Ägyptische Museum, welches 1857 vom französischen Ägyptologen Auguste Mariette gegründet wurde. Die weltberühmte Grabausstattung des Tutenchamun mit eigenen Augen zu sehen ist faszinierend und auch die zahlreichen Kolossalstatuen, Sarkophage, Sphingen und Holzstatuen, sowie die spannenden Funde von der Frühzeit bis zur römischen Zeit, sind mindestens einen Besuchstag wert.
Aber die Zeit drängt, denn auch ein Besuch in der ebenfalls
berühmten Alabastermoschee steht noch auf dem Programm.
Leider reichen die 2 Tagen nur für wenige flüchtige Eindrücke von der Stadt Kairo selbst, einer blühenden afrikanischen Metropole – schön und geheimnisvoll, chaotisch und vielseitig. Wir haben einfach viel mehr Eindrücke wahrgenommen, als wir auf einmal fassen konnten.
Um alles Erlebte Revue passieren zu lassen kommen jetzt ein paar Tage Badeurlaub in El Gouna genau zum richtigen Zeitpunkt.
Dann ging es von Hurghada zurück nach Deutschland.
Hier noch ein paar Tipps:
1.) In Ägypten ist es wichtig, besonders viel Wasser zu trinken und sich langsam an die heiße Sonne und das etwas fetthaltigere Essen zu gewöhnen, damit man seinen Urlaub völlig genießen kann.
2.)Wasserflaschen lieber nicht bei Händlern außerhalb des Schiffes kaufen. Es handelt sich dabei gelegentlich um Leitungswasser, welches der europäische Magen schlecht verträgt. Auf der Royal Princess bekommt man beim Dinner sowie rund um die Uhr große Wasserflaschen für umgerechnet nur ca. 1 Euro – bei diesem Preis ist es auch gar nicht notwendig, sie bei den Straßenhändlern zu kaufen
3.)Wer Hitze weniger gut verträgt, sollte lieber in den Wintermonaten seine Ägypten Reise planen, da die Temperaturen dann besonders angenehm sind.
4.)Es kommt vor, dass Beduinen den Gästen anbieten, hier gratis auf Kamelen zu reiten. Doch hier ist Vorsicht angesagt – das Heruntersteigen vom Kamel ist leider alles andere als gratis und ohne die Hilfe des „großzügigen“ Beduinen nun mal nicht zu schaffen.
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 | Ägypten Individualreise vom 08.02.08 -
18.02.08 |
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Hallo Herr Helmers, Hallo Herr Ataalla,
leider hat mich sofort nach meiner Ankunft im klimatisch unfreundlichen Europa
eine fieberige Erkältung ins Bett gezwungen, so komme ich erst jetzt dazu Ihnen
von meinen äußerst positiven Erfahrungen zu berichten.
Nach einigen „ programmierten Ägyptenreisen „ habe ich diesmal eine
individuell erstellte Reise alleine unternommen:
Kairo 6 Nächte im Meridien Pyramids
2 Tage das alte Reich – Sakkara mit Imhotep -Museum, Gräber, die Pyramiden
von Dahschur und Gizeh, das ägyptische Museum
3 Tage das islamische Kairo Luxor
4 Nächte im Steigenberger Ausflug nach Abydos Tal der Könige, Tal der Königinnen,
Medinet Habu usw.
In Kairo stand mir als Führer Herr Mohamed Abdallah zur Verfügung. Für uns
beide war die Besichtigung des kleinen aber sehr feinen Imhotep – Museum ein
sehr schönes Erlebnis, es war für uns der erste Besuch. Die Besichtigung des
Grabes Pthahotep u.Anchhotep sowie des Grabes des Mereruka war bedingt durch die
unerwartete Besuchermenge etwas mühsam aber da wir nur zu zweit waren durchaus
noch machbar – eine größere Gruppe hätte da so einige Schwierigkeiten
gehabt. Dafür war das Pyramidenfeld in Dahschur fast menschenleer was sich in
Gizeh wieder relativierte – sehr viele ( zu viele ) Menschen - .
Das ägyptische Museum ist in den Vormittagsstunden auch schon so gut wie überfüllt
( wieder der Vorteil: nur zwei Personen ) aber zu Mittag leert sich das ganze
Gebäude ( bedingt durch den Hunger?) überraschend schnell. Aber nun zum
Hauptgrund meines langen Kairoaufenthaltes – das islamische Kairo – Von den
römischen Resten über die frühen Christen zur ältesten Moschee Kairos die
Moschee des Amr Ibn el As aus dem Jahr 641 n.Chr., dann Ibn Tullun ,die
Fatimiden, Ajubiden ( Sala ed Din ) , die verschiedenen Mamlukken bis zu Mohamed
Ali und seinen Nachfolgern. Diese Vielzahl von Epochen, Lebensstilen und
Herrschern ist natürlich in die Baustile der Moscheen und Gebäude
eingeflossen, was sich hauptsächlich in den Säulenformen und
Dekorationselementen äußert – die grundsätzliche Form der Moschee bleibt über
die Jahrhunderte bis heute gleich.
Die Vielzahl von Stilen und Dekorationsformen wurde mir von Mohamed Abdallah
mit großer Sachkenntnis gewürzt mit so mancher Anekdote und Legende nahe
gebracht. Der krönende Abschluss in Kairo war der Abend bei den Sufi`s in der
Wikala des Sultan el Ghuri aus Anfang des 16.Jahrhundert`s. Einfach
unvergesslich: zwei Stunden Musik und Tanz und dazu die unvergleichlichen
drehenden Derwische. In Luxor stand mir für zwei Tage Ahmed Adnan als Führer
zur Verfügung.
Das Hotel Nil Palace Steigenberger macht einen leicht vergammelten Eindruck,
das als singleroom zur Verfügung gestellte Zimmer entspricht nicht der Klasse
des Hotels, Personal und Service ist ausgezeichnet aber nachdem ich nicht zum
Wohnen in Luxor war, war es auszuhalten. Nach Ankunft und Transfer ins Hotel (
um 9:00 Uhr stand mein Zimmer noch nicht zur Verfügung ) habe ich am Vormittag
ohne Führer Karnak und am Nachmittag den Luxor Tempel besichtigt, es ist sehr
entspannend, wenn man sich diese Denkmäler ohne Zeitdruck ( üblich ist nach
der Führung eine Stunde Freizeit ) anschauen kann, dann stören auch die vielen
Besuche nicht, kann man sich ein Detail nicht anschauen, dann geht es etwas später,
wenn die nur mäßig interessierte Reisegruppe weitergezogen ist.
Am nächsten Tag mit Führer Tal der Könige mit den Gräbern Ramses I.,
III., IV., und VI. ( dieses Grab nur mit Sondereintritt – sehr gute Regelung:
keine Leute ) Tal der Königinnen mit den Gräbern der Königin Titi und
Amenherchopsef ( ein Sohn Ramses III. ). Zum Tagesabschluss der Tempel Ramses
III. in Medinet Habu. Am Samstag Ausflug nach Abydos. Der Tempel Sethos I. ist
immer wieder ein großartiges Erlebnis dafür nimmt man die dreistündige
Autofahrt leicht in kauf. Der Kontrast der feinen erhabenen Reliefs Sethos I. zu
den versenkten und gröberen Reliefs Ramses II. wirkt etwas brutal, obwohl
Ramses II. den Tempel seines Vaters zu Beginn seiner Herrschaft fertiggestellt
hat – die Reliefs aus seiner späteren Zeit sind meiner Meinung nach noch
brutaler ( steht eine größere Machtfülle dahinter? )
Den Tempel von Dendera habe ich ausgelassen, ich bin kein großer Verehrer
des ptolomäischen Stiles insbesondere da die frühen Christen fürchterlich mit
Hammer und Meißel ihren Glauben an den nicht vom Sand verschütteten Reliefs
und Säulenkapitellen zum Ausdruck gebracht haben. Dafür habe ich mir am späten
Nachmittag das wunderschöne Luxor-Museeum gegönnt.
Am Sonntag in aller Herrgottsfrühe ( Abfahrt vom Hotel 5:15 Uhr Ortszeit )
eine Heißluftballonfahrt über die Westbank – ein herrliches Erlebnis. Ich
muss mich bei NTS bedanken, dass sie es geschafft hat, bei dem herrschenden
Andrang diese Ballonfahrt für mich zu organisieren.
Am Nachmittag habe ich mir in Deir el Medinet die Gräber des Sennedjem und des
Inherchau und in El Gurna die Gräber des Ramose und des Chaemhat angesehen.
Und dann hieß es zu meinen Leidwesen Abschied nehmen.
Knut L.
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